Die Risikolebensversicherung
Um die Familie oder Hinterbliebene im Todesfall optimal abzusichern, ist eine Lebensversicherung heute enorm wichtig. Die Versicherung überweist den im Versicherungsvertrag benannten Personen dann eine festgesetzte Summe, mit der die Hinterbliebenen dann die Kosten der Beerdigung abdecken und ihren eigenen Lebensunterhalt finanzieren können. Gerade dann, wenn Familie Kredite aufnehmen oder andere Verpflichtungen eingehen, ist eine Lebensversicherung unumgänglich.
Die Risikolebensversicherung ist dabei, wie der Name schon sagt, eine Risikoversicherung. Sie leistet nur im Versicherungsfall, sollte der Versicherte den Ablauf des Vertrages hingegen erleben, werden keine Leistungen fällig. Diese Versicherungen werden gern als Kreditabsicherung genutzt, in diesen Fällen können sie sogar mit sinkender Versicherungssumme abgeschlossen werden. Sowohl die Zahlung der Versicherung als auch die Beiträge reduzieren sich dann in dem Maße, in dem der Kredit vom Kreditnehmer getilgt wird. Auf Wunsch kann die Risikolebensversicherung auch auf verbundene Leben abgeschlossen werden. Versicherungsnehmer kann in diesem Fall beispielsweise ein Ehepaar sein. Leistungen aus der Versicherung werden dann fällig, wenn einer der versicherten Personen verstirbt.
Die Kapitallebensversicherung
Neben der Risikolebensversicherung gibt es auch die Kapitallebensversicherung. Sie verbindet die Risikolebensversicherung mit einem Sparplan und leistet somit auch bei Vertragsablauf. Die Summe, die bei Vertragsablauf ausgezahlt wird, ist dabei abhängig von der jeweiligen Anlageform. Diese kann zum einen verzinslich gewählt werden. Anleger erhalten dabei einen Garantiezins von derzeit 2,25% p.a. sowie die von der Versicherung erwirtschafteten Überschussanteile, mindestens jedoch die abgeschlossene Versicherungssumme. Auf der anderen Seite werden immer häufiger auch fondsgebundene Lebensversicherungen angeboten, bei denen das Geld in Investmentfonds investiert wird. Die Rendite dieser Anlagen kann vorher jedoch nicht bestimmt werden, denn sie ist abhängig von der Lage an den Kapitalmärkten, auch eine garantierte Ablaufleistung gibt es in diesem Fall nicht. Mit einer Kapitallebensversicherung ist es somit möglich, das eigene Todesfallrisiko sowie die Altersvorsorge zu kombinieren. Auf Wunsch kann das angesammelte Kapital dann im Alter in einer Summe oder als monatliche Rente ausgezahlt werden.
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Beliebte Lebensversicherungen
Die Mehrzahl der Vorsorgeversicherungen in Deutschland sind Lebensversicherungen. Sie garantieren den Versicherten, dass ihre Angehörigen im Todesfall ausreichend finanziell abgesichert sind und sich somit zumindest um Geld keine Sorgen machen müssen.
Vielfach wird dabei eine Kapitallebensversicherung abgeschlossen, die auch bei Erleben des Versicherungsablaufs eine Kapitalzahlung und somit eine gesicherte Rente garantiert. Da deutsche Lebensversicherungen jedoch nur mäßige Renditen gewährleisten, sind Anleger immer wieder auf der Suche nach Alternativen. Eine dieser Alternativen ist die Englische Lebensversicherung, die auch in Deutschland immer häufiger abgeschlossen wird.
Die Englische Lebensversicherung
Die Englische Lebensversicherung, die auch als britische Lebensversicherung bezeichnet wird, hat ihren Ursprung, wie der Name schon vermuten lässt, in England. Noch heute hat die Mehrzahl der Versicherungsunternehmen, die diese Versicherungsform anbietet, ihren Sitz in Großbritannien.
Die Englische Lebensversicherung unterscheidet sich von der deutschen Lebensversicherung in erster Linie in der jeweiligen Anlageform. Da deutsche Lebensversicherungsunternehmen durch die Finanzaufsicht stark reglementiert sind, können sie nur einen geringen Anteil ihrer Gelder in Aktien anlegen. Der größere Teil hingegen muss in Festgelder sowie Immobilien oder andere sichere Geldanlagen investiert werden, um den Anlegern die garantierte Mindestverzinsung von aktuell 2,25% p.a. bieten zu können.
In Großbritannien hingegen ist es den Versicherungen weitgehend frei, in welche Kapitalprodukte sie investieren. Somit ist es möglich, die Aktienquote bei guter Börsenlage auf 70% zu erhöhen und so natürlich die Rendite der Versicherung ebenfalls zu steigern. Guten Versicherungen war es in der Vergangenheit so möglich, ihren Anlegern Renditen von bis zu 10% pro Jahr zu gewährleisten.
Die Sicherheit der Englischen Lebensversicherungen Obwohl die Englischen Versicherungsunternehmen in ihren Anlagen weitgehend frei sind, müssen sie doch gewisse Voraussetzungen bei ihrer Anlage erfüllen. Dabei werden sie ebenso wie die deutschen Unternehmen von der Finanzaufsicht überprüft.
Um die Sicherheit der Kundengelder zu gewährleisten, nutzen die Versicherung zudem ein ganz spezielles Glättungsverfahren, das als Smooting bezeichnet wird. Hierbei werden in Jahren mit hohen Erträgen Rückstellungen gebildet, die dann in Verlustjahren ausgezahlt werden können. So sichert die Englische Lebensversicherung trotz Turbulenzen am Aktienmarkt eine relativ gleich bleibende Rendite.
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