Die Riester-Rente

Die gesetzliche Rente in Deutschland
In Deutschland gibt es bereits seit Jahrzehnten eine gesetzliche Rentenversicherung, die als Sozialversicherung besteht. Alle Arbeitnehmer sind dabei verpflichtet, Beiträge zu leisten, um später im Rentenalter eine monatliche Altersrente zu erhalten. Die gesetzliche Rente wird dabei im Umlageverfahren finanziert, die Beiträge, die aktuell von den Arbeitnehmern bezahlt werden, werden dabei sofort an die Rentner weitergereicht. Rücklagen werden so nicht gebildet.
Bereits seit Jahren ist dieses System jedoch in der Kritik, da die Rentenversicherung immer höhere Verluste erzielt. Nur dann, wenn Menschen privat vorsorgen, kann die Rentenlücke noch geschlossen werden.

Die Riester-Rente
Eine Möglichkeit für Arbeitnehmer und Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung, privat vorzusorgen, bietet die Riester-Rente. Sie ist bereits seit 2005 auf dem Markt und soll aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile die private Vorsorge in den Vordergrund rücken.
Kernstück der Riester-Rente sind die jährlichen Zulagen sowie die Steuervergünstigungen. Die Zulagen werden dabei in zwei Bereiche unterteilt. Dies ist zum einen die Grundförderung, die jeder Vertragsinhaber erhält, der mindestens vier Prozent seines Bruttoeinkommens in einen Riester-Vertrag investiert. Die Grundförderung liegt derzeit bei 154 Euro. Weiterhin erhalten Eltern noch eine Kinderzulage für alle Kinder, für die noch Kindergeld bezogen wird. Die Höhe der Kinderzulage beträgt 185 Euro für alle Kinder, die bis 2007 geboren wurden, für jüngere Kinder wurde die Förderung auf 300 Euro erhöht. Somit wurde die Förderung für junge Familien nochmals erhöht.
Neben der Zahlung von Zulagen können Vertragsinhaber aber auch steuerliche Vorteile geltend machen. So können die Beiträge zur Riester-Rente als Sonderausgaben angesetzt werden, um so die Steuerlast zu verringern. Dies ist im Rahmen der privaten Einkommenssteuererklärung möglich.

Die Riester-Produkte
Die Riester-Rente kann sehr unterschiedlich abgeschlossen werden. Sicherheitsorientierte Anleger können dabei auf Banksparpläne und klassische verzinsliche Rentenversicherungen zurückgreifen, deren Rendite schon bei Vertragsabschluss feststeht. Anleger hingegen, die ihre Chancen am Kapitalmarkt nutzen wollen, können fondsgebundene Rentenversicherungen oder Fondssparpläne abschließen. Eine garantierte Verzinsung gibt es hier allerdings nicht, die Rendite ist von der Entwicklung der zugrunde liegenden Fonds abhängig. Allerdings besteht die Sicherheit, dass zumindest die eingezahlten Beiträge sowie die Zulagen zu 100% geschützt sind.

Abgelegt unter Vorsorgeversicherung von admin

0 Kommentare 22.09.2009

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